Theater der Unterdrückten
TdU-Wien
Birgit Fritz
Schluss mit einem Theater, das die Realität nur interpretiert;
es ist an der Zeit, sie zu verändern.
Wir arbeiten seit 2002 in den Bereichen Migration & Integration, Menschenrechtsbildung und interkultureller Austausch, vornehmlich in Wien, aber auch international. Das Theater ist unser Sprachrohr, um gesellschaftlich relevanten Themen andere Sichtweisen als jene der aktuellen Politik und der großen Medien entgegen zu setzen.
Unsere Vision ist eine Humanisierung des Menschen, damit meinen wir sowohl uns selber als auch die mit denen wir durch unsere Arbeit in Kontakt treten. Dabei sind wir nicht allein, sondern eine (aber nicht irgendeine) Gruppe von vielen Theatre of the Oppressed (TO) Gruppen in über 70 Ländern der Welt. mehr…
Eine wesentliche Säule unserer Arbeit ist die künstlerische Auseinandersetzung und das Training. So trainierten wir schon mit LehrerInnen wie Sanjoy Ganguly, Abel Solares, Christina Lederhaas und Fernanda Branco, hatten die Rhythmikerin Franziska Adesamer zu Gast und auch schon einen In-service Praktikanten aus Pakistan, Arif Khalil. Auch politisches Theater lebt von der Auseinandersetzung mit dem Medium Theater an sich und ist nicht unveränderliche Methode sondern lebendige Kunst.
Besonders deshalb und weil wir der Tatsache Rechnung tragen wollen, dass wir mit einer in Lateinamerika entwickelten Theaterform in einem transkulturellem Kontext in Europa arbeiten, eröffneten wir im November 2006 das erste österreichische Boallabor. Einmal im Monat veranstalten wir in diesem Rahmen ein offenes Training zu weniger erprobten boal’schen Techniken und experimentieren und diskutieren deren Anwendung in unserem kulturellem und politischem Umfeld. Termine…
Ziele für 2007 sind weniger Aufführungen als in den vergangenen zwei Jahren aber kontinuierliche Labor- und Trainingsarbeit und Aufarbeitung unserer bisherigen Tätigkeiten, auf das die zukünftigen Produktionen auf gutem Boden gedeihen können.