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VORSTAND

Obfrau: Ute Fragner
Obfrau Stellvertreterin: Solmaz Sandi

Kassierin: Hülya Celik
Kassierin Stellvertreter: Maamoun Chawki

Schriftführerin: Patricia Hladschik          
Schriftführerin Stellvertreter: Michael Delorette

Kontakt: vorstand@wuk.at 


GESCHÄFTSLEITUNG

Vincent Abbrederis
WUK Kultur und Verwaltung

Heidi Stadlmann
Assistentin der Geschäftsleitung
heidi.stadlmann@wuk.at 

Christoph Trauner
WUK Bildung und Beratung

Brigitte Bachmann
Assistentin der Geschäftsleitung
brigitte.bachmann@wuk.at

Das WUK

Organisation und Geschichte

1981 bis heute

Der Verein

Rechtsträger des WUK ist der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser. Ein sechsköpfiger Vorstand leitet den Verein und entscheidet über die strategische Ausrichtung des WUK. Auf der jährlichen Generalversammlung werden grundsätzliche Entscheidungen getroffen sowie alle zwei Jahre ein neuer Vorstand gewählt. Die derzeit rund 600 WUK Mitglieder sind dabei wahl- und stimmberechtigt. Das Leitbild und die Statuten des Vereins zum Downloaden sowie die derzeitigen Mitglieder des Vorstands finden Sie in der Infospalte auf der rechten Seite.

WUK Kultur und Verwaltung

Der WUK Kulturbetrieb besteht aus vier Programmsparten: WUK performing arts, WUK Musik, WUK KinderKultur und der Kunsthalle Exnergasse. Das Programm entsteht in Verantwortung eines/einer ProgrammleiterIn bzw. eines künstlerischen Beirates. Informationen zu Programm und Profil finden Sie auf den Seiten der Sparten.

Programmgestaltung und -abwicklung, die Organisation und Abwicklung der WUK Bildungs- und Beratungseinrichtungen sowie der Erhalt der Infrastruktur des Hauses in der Währinger Straße werden von den Abteilungen für Rechnungswesen, EDV, Technik, Marketing sowie dem Informationsbüro unterstützt.

  • Informationsbüro: Informationen zum WUK und Empfang, Schlüsselverwaltung, Postannahme, Haussicherheit, Kartenreservierung, Mitgliederverwaltung, u.v.m.
  • Marketing: Bewerbung der WUK Veranstaltungen in diversen Medien, Direct Marketing, Kooperationen, interne Kommunikation, Erstellung und Wartung diverser WUK Medien (Monatsfolder, Website, Presseaussendung etc.), Mitgliederbetreuung, Hausführungen, u.v.m.
  • Technik: Schadensmeldungen, Bauangelegenheiten, Schlüsselbestellung, Veranstaltungstechnik, Reinigung u. v. m.
  • EDV: Serverwartung, Internetdienst, Einrichtung und Verwaltung von E-mail Accounts und Web-Space u. v. m.

WUK Bildung und Beratung

Das WUK initiiert und führt seit 1983 innovative Bildungs- und Beratungseinrichtungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen. An 13 Standorten in Wien und Niederösterreich unterstützen ebenso viele Einrichtungen und Projekte jährlich mehr als 4000 Frauen und Männer bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt. Menschen mit unterschiedlichsten Benachteiligungen stehen vielfältige Angebote der Beratung, Berufsorientierung, Qualifizierung und Beschäftigung offen. Im Portal WUK Bildung und Beratung finden Sie nähere Informationen zu den Einrichtungen.

Die Selbstverwaltung    

Im WUK Sprachgebrauch meinen die Begriffe Autonomie und Selbstverwaltung alle WUK- Strukturen und Aktivitäten neben dem Verein und dem Kulturbetrieb. Rund 150 Hausgruppen, Initiativen und Einzelpersonen arbeiten in den sieben autonomen Bereichen Bildende Kunst, Gesellschaftspolitische Initiativen, Interkulturelle Initiativen, Kinder und Jugend, Musik, tanztheaterperformance und Werkstätten. Allen autonomen Bereichen gemein sind die basisdemokratischen Entscheidungsstrukturen und ein monatliches Plenum zur Organisation bereichsinterner Belange. Das WUK-Forum ist ein Koordinations-, Diskussions- und Beratungsgremium für die sieben Bereiche und den WUK Vorstand. 
Unter 7 Bereiche / 150 Gruppen findet sich eine inhaltliche Darstellung der Selbstverwaltung.

Zur Entstehung des WUK

"Erwiesenermaßen fehlt es an Kulturstätten, die eine Alltagskultur als Lebenspraxis fördern und soziale Modelle erproben, welche gemeinschaftsbezogenes Verhalten unterstützen. In einem offenen Kultur- und Werkstättenhaus sieht der Verein eine Möglichkeit, diesen Mangel weitgehend zu beheben und im TGM einen solchen Modellfall zu schaffen." (Aus einem Brief über die Gründungsabsichten des WUK - Helmut Fielhauser, Walter Hnat, Christine Leinfellner 1980)

 Details zur Geschichte und Idee des WUK sowie das Leitbild zum Downloaden und Nachlesen finden Sie in der Infospalte auf der rechten Seite. 

Geschichte

1855 als Lokomotivfabrik erbaut beherbergte der frühindustrielle Gebäudekomplex von 1884 bis 1980 das Technologische Gewerbemuseum (TGM), eine institutionelle Verbindung von Forschung, Museum und Schule für technische Berufe. Ab 1979/80 steht das Gebäude leer und verfällt. Neben diversen kommerziellen und kommunalen Plänen bestehen von Anfang an konkrete Interessen an einer „alternativen“ Nutzung. Vor dem gesellschaftspolitischen Hintergrund einer geräumten Arena, spektakulärer Jugendproteste in den Nachbarstaaten, alternativer Arbeits- und KulturtheoretikerInnen, Nullwachstum der Wirtschaft und klirrenden Fensterscheiben auf der Kärntnerstraße treffen sich unter dem Motto „Rettet das TGM“ SozialarbeiterInnen, KünstlerInnen, LehrerInnen, ArchitektInnen, Frauengruppen, StudentInnen und PensionistInnen, um die inhaltlichen und materiellen Voraussetzungen für einen alternativen, autonomen Kulturbetrieb zu schaffen.
1979 wird der Verein zur Schaffung offener Kultur und Werkstätenhäuser (WUK) gegründet. Kontinuierliche politische Arbeit, zahlreiche Aktionen und intensive Öffentlichkeitsarbeit bereiten den Boden für die Verwirklichung eines kritischen, alle Lebesbereiche umfassenden Kulturbegriffs in einem offenen Kulturhaus. 
1981 wird das Gebäude des ehemaligen TGM durch AktivistInnen des Vereins besetzt. Bürgermeister Gratz verspricht dem Verein WUK das TGM zur provosorischen Nutzung. Der offiziellen Anerkennung folgt die erste Subvention der Stadt Wien. WUK-Gruppen und der Verein Frauenkommunikationszentrum verlegen ihre wöchentlichen Treffen vom Amerlinghaus ins TGM, erste Putz- und Restaurierungsmaßnahmen des völlig desolaten Gebäudes, Flohmärkte und Eröffnungsfest am 3.10.1981. Es folgen Plena in unbeheizten Räumen, permanente Neuaufnahmen von Gruppen, Putz- und Aufbaubauwochen, Schlüsseldiskussionen, das "WUK ist kein Hotel", "Wer da aller auf die Chefs wartet?", Kinderhauseröffnungsfest: antifaschistisch, solidarisch, pädagogisch, ohne Maulkorb, etwas frech und nicht zu bieder, Friedens- und Frühlingsfeste, Aktion Begegnungen: Leben, Lieben und Atmen zwischen Betonwänden.
10.2.1982: Generalversammlung, Wahl eines 12-köpfigen Vorstands, Obmann Walter Hnat: "Für das Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben für alle und gegen alles, was dies aufhält!"

Idee

Als Alternative zu (mehr oder minder) geschlossenen "Musentempeln" sind mithin, wie bisherige Bemühungen und Erfahrungen in mehreren Ländern, aber auch in Österreich bekunden, offene Kulturhäuser zu entwickeln. Ihr Kulturbegriff soll nicht mehr von "musischer Bereicherung", sondern von sozialem Interesse getragen sein und ist daher, entgegen den üblichen spartenspezifischen Attraktionen, in bewusstem Ineinandergreifen vielfältiger Aktivitäten zu prägen. Inhalte wie Gestaltungs- und Vermittlungsformen sind entgegen bisheriger Basisfremdheit nun konkret lebensbezogen zu entwickeln. Zugleich sind alle Kulturprozesse, einschließlich der künstlerischen, als aktive wie aktivierende Arbeitsprozesse nachzuweisen (in vielsagend zahlreichen Fällen ja überhaupt erst zu ermöglichen!), so dass solche Kulturhäuser auch ebenbürtig offene Werkstättenhäuser sein müssen. Kulturelle werden organisch mit anderen sozialen Aktivitäten verbunden.
Aus dem 8-Punkte-Programm von 1979
 
Das WUK ist ein offener Kulturraum, ein Raum für die gelebte Verbindung von Kunst, Politik und Sozialem. Darin manifestiert sich ein erweiterter Kulturbegriff, der über die Bedeutung von Kultur im Alltagssprachlichen hinausweist.
Das WUK verbindet die einander überlagernden, synergetischen Modelle eines soziokulturellen Zentrums und eines internationalen Kunst- und Kulturzentrums: Als soziokulturelles Zentrum liegt der Schwerpunkt auf der Förderung emanzipatorischer Prozesse, der Selbsttätigkeit und Hilfe zur Selbsthilfe, der Stadtteilkulturarbeit und der Selbstverwaltung, Selbstorganisation und Autonomie. Als Kunst- und Kulturzentrum liegt der Schwerpunkt auf der Förderung der Produktion und Präsentation von innovativer, experimenteller, interdisziplinärer, kritischer Kunst und Kultur auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene.
Aus dem Leitbild des WUK 1994